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Das Tooling-Modell stellten wir Kawasaki Europe in Amsterdam vor, die ziemlich unbürokratisch die notwendige Lizenz erteilten. Unsere eigene kritische Bestandsaufnahme ergab allerdings rund 30 Punkte, die überarbeitet werden mussten. Also Muster zurückschicken, mehrseitige Kommentare mit Fotos beigefügt und gehofft, dass uns das zweite, verbesserte Handmuster kurzfristig erreicht.
Nichts passierte ...zwei Wochen, drei Wochen, vier Wochen lang. So langsam wurden wir ungeduldig. Unsere chinesische Freundin Yi hatte wieder ihren Einsatz und danach lief es rund. Drei Monate später, im Juli 2005, erhielten wir das zweite Handmuster, das nur noch in wenigen Punkten verbessert werden musste. Leider war unsere Kritik für den Hersteller nicht nachvollziehbar oder schlecht umzusetzen – jedenfalls entschloss ich mich kurzfristig, meine erste Geschäftsreise nach China anzutreten.
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Hong Kong bedeutet um diese Jahreszeit Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit und die Stadt mit fast sieben Millionen Einwohnern ist einfach „very busy“. Imposant ist der Finanzdistrikt (auf Hong-Kong Island) mit seiner modernen Architektur und den unglaublich vielen deutschen Autos mit den Ringen und dem Stern. Teilweise spürt man noch die britische Vergangenheit der einstigen Kronkolonie. Nach meinem dreitätigen Besuch im chinesischen Unternehmen war ich beeindruckt von den chinesischen Arbeitern. Sie widmeten sich mit einer Ruhe und Gelassenheit den Detailarbeiten, die ich nur bewundern konnte. Außerdem merkte ich, dass der Herstellungsprozess eines „die-cast“ -Fertigmodells doch erheblich umfangreicher und durch viel mehr Zwischenstufen gekennzeichnet ist, als ich mir das vorgestellt habe.
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Unser Modell selbst besteht aus mehr als 60 Einzelteilen, die entweder als Zinkdruckguss, in Kunststoff gespritzt oder aus gummiähnlichem Material hergestellt und zusammengepasst werden. Nachts bin ich oft aufgewacht mit dem Gedanken: „Bloß nichts vergessen, so lange du noch vor Ort bist.“ Und: Chinesisch ist eine verdammt schwere Sprache.
Dennoch hatte ich das Gefühl, den chinesischen Partnern ein wenig von unsere Motorradleidenschaft vermitteln zu können, obwohl ich trotz asiatischer Zurückhaltung oft ein Stöhnen und Augen verdrehen ertragen musste.
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Die Produktionsstätte der
H2 Modelle in China.
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Das Endergebnis nach langen
und zähen Verhandlungen.
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Im Oktober war ich dann wiederum eine Woche in Hong Kong, um die fertigen Werkzeuge und die ersten Vorserienmodelle abzunehmen – und natürlich den Liefertermin abzustimmen. Bestellt hatten wir je 500 Stück H2 Baujahr 1972 (blau und
gold) und H2A Baujahr 1973 (gold und purple). Ende November sollte per Luftfracht geliefert werden. Um es gleich vorweg zu nehmen: Zum Weihnachtsgeschäft 2005 hatten wir noch kein einziges Modell auf Lager. Freundin Yi war mal wieder gefragt und ihren zähen Verhandlungen ist es zu verdanken, dass wir am 3. Februar diesen Jahres ziemlich stolz die ersten Modelle am Flughafen in Düsseldorf abholen konnten: 72er Ausführung in blau und gold und 73er Ausführung in purple und
gold.
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Die H2 Modelle in Reih....
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...und Glied. Blue und Gold.
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Wenn sich unser „Prototyp“, die H2, kaufmännisch rechnet, sollen weitere klassische Modelle folgen. Ich denke dabei an eine AJS 7R-Rennmaschine aus den 50er Jahren, vielleicht eine Ducati 750 SS – ihr wisst, die silber-blaue, von der es nur rund 200 gegeben hat. Natürlich mit runden Deckeln. Für andere Vorschläge haben wir stets ein offenes Ohr. Kawasaki bietet unsere Miniaturen im Accessoires-Katalog an und demnächst kann man die Modelle auch bei
www.zweitakte.de kaufen – und natürlich in unserem Web-Shop. Schaut doch mal rein unter
www.scale-bikes.de Übrigens, einer unser ersten Kunden war ein Japaner aus Osaka.
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Peter
Machnik
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Alle H2 Modelle die bei bzw.
über www.zweitakte.de
gekauft werden, sind exklusiv nur für IG-2T Mitglieder
zum absoluten Sonderpreis von 69,90 Euro zu haben!!!! da
die IG-2T und Scale-Bikes zusammenarbeiten. Für alle
anderen beträgt der Verkaufspreis pro Modell nur 79,90
Euro zzgl. Versandkosten.
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Copyright
by Zweitakt-Fred 2006, alle Bilder Peter M.
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