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Das Zweitaktsystem, das im Prinzip älter als das Viertaktverfahren ist, fand erst in den Nachkriegsjahren (1919/20) in stärkerem Maße Eingang in den Motorradbau.
Ausgehend vom Kleinstkraftrad, dem motorisierten Fahrrad, konnte sich der Zweitakter bald auch bei stärkeren Krafträdern durchsetzen. Diese Entwicklung wurde in Deutschland besonders stark gefördert.
Während beim Zweitakter Kolben und Kanäle den Einlaß des frischen Gasgemisches und den Auslaß der verbrannten Abgase regeln, übernehmen beim Viertakter die Ventile mit ihrer Steuerung diese Funktion. Es ist unzweckmäßig, beide Systeme zu vergleichen, ohne ihren Verwendungsbereich zu berücksichtigen, denn mit beiden Arten werden heute praktisch die gleichen Leistungen je Hubraumeinheit (Literleistung) und ungefähr das gleiche Masse-Leistungs-Verhältnis (Leistungsgewicht) sowie der annähernd gleiche Kraftstoff-Normverbrauch (1/100 km) erreicht. Der Zweitaktmotor (Bild 42) hat mit seinen drei beweglichen Teilen (Kurbelwelle - Pleuel - Kolben) im Gegensatz |